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Bachelor und Master statt Diplom und Magister
Neue Studienabschlüsse erobern die Unternehmen
Bachelor und Master erfolgreich auf dem Vormarsch
Die bisher bekannten Hochschulabschlüsse – Diplom (Uni und FH), Magister und Staatsexamen - sind größtenteils durch Bachelor und Master ersetzt worden.
Der im Jahr 2000 initiierte Bologna-Prozess, an dem sich mittlerweile 45 europäische Staaten beteiligen, bedeutet eine umfassende Reform der Hochschulen und ihrer Studienangebote. Zentral ist dabei die Schaffung eines zweistufigen Systems von Studienabschlüssen. Die bisher bekannten Abschlüsse – Diplom (Uni und FH), Magister und Staatsexamen – wurden relativ umfassend durch eine zweistufige Studienstruktur mit den Abschlüssen Bachelor und Master ersetzt.
Was bedeutet diese neue Studienstruktur für die Unternehmen?
Die Unternehmen werden in Zukunft mit einer größeren Vielfalt an Qualifikationsstufen konfrontiert sein. Diplom und Magister treten zunehmend in den Hintergrund, Bachelor und Master werden das überwiegend verbreitete Abschlussmodell sein. Mehr als 66 Prozent der Studienanfänger werden ihr Studium mit einem Bachelor oder Master abschließen. Der akademische Fachkräftebedarf wird in Zukunft von Absolventen mit den neuen Abschlüssen zu decken sein.
Die DIHK-Publikation Bachelor und Master auf einen Blick (siehe auch der Link oben) bietet Ihnen allgemeine Informationen zu den neuen Abschlüssen. Wir laden Sie ein - wie auch auf dem Gebiet der dualen Studiengänge - sich auseinanderzusetzen mit den Neuerungen im Bildungssektor, weil sie Schlüssel Ihres unternehmerischen Erfolges sind.
Sie wollen erfolgreich akademischen Fachkräftenachwuchs übernehmen? Informieren Sie sich dazu über Inhalte und Abschlusstypen von Studiengängen
Lernen Sie die Angebote der Hochschulen in Ihrer Region kennen - beispielsweise unter studieren.de - Studienprofile oder unter studieren.de - Studiengänge. Geben Sie hier in der Suche Schlagwörter eine wie "Automatisierung und Baden-Württemberg", um sich über die insgesamt 926 gelisteten Studienprofile bzw. 5005 gelisteten Studiengänge einen schnelleren Überblick zu verschaffen.
Ihre IHK hält für Sie alle regionalen Informationen und Kontakte zu Ansprechpartnern bereit, damit Sie sich über die neuen Studienabschlüsse und ihre Konsequenzen für die Einstellung von Hochschulabsolventen schnell infomieren können. Informieren Sie sich deswegen auch auf dem Portal Ihrer IHK - hier geht es zu den IHK-Homepages.
Bringen Sie als Unternehmer Ihre Vorstellungen in den Umstellungsprozess der neuen Studiengänge mit ein!
Nutzen Sie die Möglichkeit der Partizipation bei der Ausgestaltung der Studieninhalte und sogar der Studiengänge. Viele Unternehmen kooperieren bereits mit Hochschulen bei der Ausbildung von Hochschulabsolventen. Möglichkeiten der Mitwirkung ergeben sich durch direkte Kooperation bei der Gestaltung neuer, z. B. dualer Studiengänge, durch die Mitarbeit in Hochschulräten oder in Akkreditierungsverfahren und durch die Übernahme von Lehrtätigkeiten.
Erwartungen der Wirtschaft an Hochschulabsolventen
Die Studienreform zum Erfolg machen!
Der DIHK - Deutscher Industrie und Handelskammertag - hat vor dem Hintergrund der Studienreform eine bundesweite Umfrage zu den Erwartungen der Wirtschaft an Hochschulabsolventen durchgeführt. Diese können Sie beim DIHK unter dem Titel "Die Studienreform zum Erfolg machen!" (Stichwort DIHK-Publikationen - Studienreform) beziehen.
Diese Umfrage weist für den Umgang mit den neuen Studienabschlüssen Bachelor und Master der DIHK drei Handlungsempfehlungen für Unternehmer aus:
1. Handlungsempfehlung
Strategischer Umgang mit neuen Studienabschlüssen
Die Unternehmen brauchen Strategien für den Umgang mit Bachelor- und Masterabsolventen. Personalauswahl, Personalentwicklung und Vergütung müssen angepasst werden. Bachelorabsolventen bringen eine breite Grundlagenausbildung mit. Spezialisierungen entfallen aufgrund der kürzeren Studiendauer. Betriebe müssen deshalb spezielle Themen in die unternehmerische Weiterbildung verlagern. Außerdem sollten die Unternehmen geeigneten Bachelorabsolventen die Weiterqualifikation in berufsbegleitenden Masterprogrammen ermöglichen.
2. Handlungsempfehlung
Kooperationen mit Hochschulen ausbauen
Die Reform der Hochschulausbildung bietet Unternehmen die Chance, mit Hochschulen zu kooperieren. Durch Mitarbeit in Hochschulräten, Studienräten oder Akkreditierungsverfahren können Unternehmer Einfluss auf die Gestaltung von Studiengängen und die Heranbildung passgenau qualifizierten Nachwuchses nehmen.
3. Handlungsempfehlung
Studierende zielgerichtet unterstützen
Praxisnähe in der Hochschulausbildung erfordert auch ein unternehmerisches Engangement. Unternehmen sollten daher persönliche Kontakte zu Studierenden pflegen und diese durch zielgerichtete Vergabe von Praktika, Werkverträgen oder Stipendien frühzeitig an das Unternehmen binden. Die Mitwirkung in dualen Studiengängen bietet Unternehmen die Möglichkeit ausgewählte Studierende spezielle für ihr Unternehmen zu qualifzieren.